Das Wochenende war mit langer Hand von unserem Betreuer Kim vorgeplant. Termin und Zeiten mit Firmen, Einrichtungen, Ansprechpersonen abgestimmt. Verpflegung organisiert, Abläufe erstellt, Personalplanung durchgeführt – es konnte also am Samstag losgehen.

Ab 8:30 trafen sich dann die Betreuer, ab 9:30 trafen die ersten Kids ein – und dann ging’s los – allerdings nicht nach Plan …

Um 9:51 wurde die Einsatzabteilung zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage und direkt im Anschluss zu einer technischen Hilfeleistung mit Mensch in Gefahr alarmiert.

So startete dann die 24h Übung der Jugendfeuerwehr mit Verspätung gegen 12:00 Uhr

Vorweg schon mal VIELEN DANK, unserer Führung, allen Organisatoren, Betreuenden, Mimen, allen unterstützenden Firmen, die unseren Nachwuchskräften ein gelungenes, anstregendes Wochenende ermöglicht haben.

Unsere Kids haben sich ein Berufsfeuerwehrwochenende gewünscht – na dann … 

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Vorbereitung

Begonnen haben wir den Samstag mit Personaleinteilung, Fahzeugübernahme und Aufbau der Feldbetten im Unterrichtsraum.

Parallel wurden die Funkgeräte der Jugend (Löschzwerge und Jugendfeuerwehr) bereitgestellt.

Die Funktionswesten konnten übernommen werden und es folgte eine Kurzeinweisung in die neuen Atemschutzattrappen.

Kerwewagen

Parallel zum Übungswochenende arbeiteten einige Eifrige am Aufbau des Kerwewagens der Löschzwerge und der Jugendfeuerwehr – er ist super geworden – lasst Euch am Kerweumzug überraschen …

H1 – Tierrettung – Terrasse

Dann war es soweit – die erste (Jugend-) Alarmierung des Tages ertönte durch das Feuerwehrhaus.

Mittels 2er gekoppelter Partyboxen erschallte zunächst der typische Alarmgong (siehe Video oben), anschließend die Durchsage und es ging los …

Gemeldet war eine Hilfeleistung, die sich als Tierrettung herausstellte 😉

Auf einer im 1. OG gelegenen Terrasse hatten sich 2 Tiere verlaufen – außergewöhnlich, denn es handelte sich um einen Pinguin und einen TeddyBären 🙂

Professionell wurden die beiden gerettet und nach unten gebracht. Pingu und Teddy blieb kurzzeitig das Herz stehen, sodaß sich wiederbelebt werden mussten, was letztlich erfolgreich war und die beiden ihren Besitzern übergeben werden konnten.

Zu diesem „Einsatz“ wird es noch ein kurzes Video geben, welches noch in Bearbeitung ist …

F2 – Kellerbrand – Altenheim

Um die Mittagszeit ertönte dann ein weiteres Mal der Alarmgong – die Jugend wurde zu einem „Kellerbrand“ in das Altenheim gerufen.

Anspruchsvoll bei der herrschenden Witterung …

Mit der Leitung der Einrichtung war abgestimmt, dass die Bewohnenden ungestört von unserem Treiben bleiben, so fuhren wir ohne Signal an.

Die Lage war zügig erkundet – es war ein Brand in einem Nebenraum im Keller ausgebrochen – so wurden die Löschmassnahmen eingeleitet.
Unter Einsatz der 4 neuen Atemschutzattrappen gingen die Trupps in den Keller vor.

Hierzu mussten einige Meter Schlauchleitung über den Hof, durch den Garten bis in die Kellerräume verlegt werden – eine schweißtreibende Angelegenheit. Unterstützt wurde die Atmosphäre durch Licht- und Geräuscheffekte – Nebel war nicht einsetzbar, da die Einrichtung über eine Brandmeldeanlage verfügt.

Der Brandort konnte nach einiger Arbeit erreicht und das Feuer gelöscht werden.

Während der Aufräumarbeiten gab es eine angenehme Überraschung – in der Nähe des Altenheims wohnende Feuerwehrangehörige verteilten eine Runde Eis am Stiel an alle Beteiligten – VIELEN DANK Euch !

Mittagessen – Unterricht

Vom letzten „Einsatz“ im Altenheim zurückgekehrt gab es erst einmal Mittagessen – zum Glück nicht unterbrochen …

Frisch gestärkt und etwas ausgeruht ging es dann die Unterrichtsrunde – Stationsausbildung mit den Themen Fahrzeug- und Gerätekunde, sowie Atemschutz …

F2Y – Feuer in Werkstatt

Nach Mittagessen und Ausbildungsabschnitt unterbrach der Alarmgong ein weiteres Mal die „Mittagsruhe“.

„Feuer in Werkstatt (F2), Menschenleben in Gefahr (Y)“ war die Meldung …

Unsere aufmerksame Leserschaft bemerkt – die „Einsätze“ werden anspruchsvoller, sowohl für die „Führungskräfte“, wie auch für die Jugend …

An diesem Objekt ging es sowohl um die Fahrzeugaufstellung, wie auch um die Erkundung, bei gleichzeitiger Meldung von „Verletzten“ durch das große Hallentor …

Das ist eine herausfordernde Aufgabe !

So wurden die Trupps eingeteilt, die ersten „Verletzten“ in Obhut genommen und die weitere Menschenrettung eingeleitet.

Bei allem Ernst, es ist immer noch die Jugendfeuerwehr, sodaß ein gewisser Spassfaktor nicht verloren ging, wie an manchen Bildern deutlich zu erkennen ist.

Zu den darstellenden Personen sei zu sagen – SEHR GUT gespielt. Allerdings, wir kommen auch mit energischen (!) „Firmeninhabern“ und „Werkstattmeistern“ zurecht 😉 – immerhin geht es um Gesundheit und Verhinderung größerer Schäden …

In der an die Werkstatt angrenzende Umkleide wurden ebenfalls 2 Personen aufgefunden, zusätzlich zu den Personen in der Werkstatt. Eigentlich waren nur 2 Personen geplant – die Übungsvorbereitung erhöhte dann eben mal spontan auf 5 Personen – so wurden auch die „Führungskräfte“ gefordert.

Mit Eifer und hohem Einsatz waren unsere Jugendlichen bei ihren schweißtreibenden Arbeiten. Sicher und mit gegenseitiger Unterstützung brachten sie die „Verletzten“ ins Freie, brachten den „Brand“ unter Kontrolle und löschten diesen später …

Nach gut 1 Stunde war auch diese „Einsatzstelle“ abgearbeitet und nachbesprochen – der Rückweg konnte angetreten werden.

Abendessen & Pool

Unter Berücksichtigung der derzeitigen heißen, trockenen Wetterlage mit höchstem Waldbrandindex (A) und höchster Vegetationsbrandstufe (5) sahen wir von realem Feuer während Übungen und dem geplanten Lagerfeuer zum Abendessen ab.

„Leben in der Lage“ heißt es bei uns Einsatzkräften, so schwenkten wir auf den Aufbau unseres Wasserbeckens – als Pool – um. Sicherlich verständlich und für die Kids wohl verdient.

Während die eine Gruppe den Pool aufbaute und befüllte, bereitete die andere Gruppe das Abendessen mittels Pizza-Kits vor.

Es sei vorweggenommen, von den Pizzen blieb nur ein einziges Kit übrig, was am nächsten Morgen während des Frühstücks seine Abnehmer fand 😉

Der Abend verlief unter Berücksichtigung des Jugendschutzes mit gemütlichem Beisammensein, Filmabend (auf Wunsch, feuerwehrbezogen mit Folgen aus der Serie „Feuer und Flamme“) und anschließender Übernachtung auf Feldbetten im Unterrichtsraum …

F2Y – Lagerhalle

Pünktlich um 7:45 war allgemeines Wecken, notwendigste Hygienemassnahmen ;-), vorbereiten des Frühstückes und kollektives wach werden.

Die kühleren Morgenstunden wurden genutzt, um die Fahrzeughalle und das übrige Feuerwehrhaus zu lüften.

Reinigungs- und Aufräumarbeiten wurden eingeleitet, als der Alarmgong ertönte und zu einem Lagerhallenbrand mit Menschenleben in Gefahr alarmierte.

Der Wunsch nach Anspruch und Spannung wurde durch die Übungsvorbereitung mittels simuliertem Rauch, vielen Mimen und einem verschlossenen Geländezugang erfüllt.

Der recht eng beparkte Hydrant war zunächst auch eine Herausforderung, konnte aber dennoch letztlich, genutzt werden.

Während dessen stellte der Umfang des gewählten Gebäudes auch eine Herausforderung an die „Führungskräfte“ in Sachen Erkundung und Treffen von Entscheidungen bzgl. der Vorgehensweise.

Der eingesetzte DiscoNebel über Nebelmaschinen bildete eine weitere, wenn auch nicht unbekannte, Herausforderung für unsere Jugendlichen.
(Danke an die FW-Einhausen für die Ausleihe der Maschinen !)

Auch während dieses Einsatzes musste mit dem engagierten Verhalten (lautes Rufen, zurücklaufen in die Halle, wenn unbetreut, diskutieren mit den Einsatzkräften) der Mimen umgegangen werden. Dies wurde jedoch, aufgrund gesammelter Erfahrung und Nachbesprechungen, viel besser und souveräner abgearbeitet.

Auch diese Einsatzstelle wurde nach gut 1 Stunde prima abgearbeitet. 

Abschluss

Nachdem alle Fahrzeuge wieder zurück und aufgerüstet waren, ging es ans Groß-Reinemachen.

Die Feldbetten wurden fertig abgebaut, Toiletten und Flure wurden gewischt, Tische und die Küche gereinigt. Die Spülmaschine ein- und ausgeräumt.

Die Abschlußrunde im Unterrichtsraum ergab, es war ein tolles Wochenende – nächstes Jahr nochmal, bitte mit „echtem“ Feuer (wir schauen wieder auf’s Wetter 😉 ) und auch mal eine Nachtübung – das müssen wir allerdings genau abklären – Jugendschutz …

Im Anschluss waren final dann die Eltern gefragt zur Abholung und Bereitstellung der Couch 😉 😉

Wir sehen uns am Dienstag
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